Sanierung der historischen Wallanlagen und der Fußgängerzone der Stadt Stendal

Die Wallanlagen der Stadt Stendal umschließen den Altstadtkern als fast vollständig erhaltener "grüner Ring". Besondere Bedeutung kommt den alten Befestigungsanlagen sowohl in historischer Hinsicht, als Zeugnis der Stadtentwicklung, wie auch als wichtigste innenstadtnahe Grünzone mit den entsprechenden Wohlfahrtswirkungen zu.
Im Rahmenplan zur Altstadtsanierung hat die Stadt Stendal beschlossen, die historischen Wallanlagen zu erhalten und zu sanieren. 1992 wurde ein Sanierung- und Entwicklungskonzept in Auftrag geben. Die Planungsgemeinschaft Schmolke/ Wendland erfasste den Bestand, bewertete die historischen und die heutigen Strukturen und entwickelte ein Leitbild mit konkreten Zielen für die zukünftige Entwicklung der Anlage.
Im Herbst 1993 wurde das Konzept von der damaligen Stadtverordnetenversammlung verabschiedet. Unter Berücksichtigung der historischen Entwicklung und der heutigen Erfordernisse wurden folgende Entwicklungsziele formuliert:
 

Entwicklungsziele für die Wallanlagen:

Alle Wallsanierungsmaßnahmen wurden stets mit den übrigen städtebaulichen Maßnahmen in der Altstadt abgestimmt.

 Plan

Die Sanierungsarbeiten begannen 1995 in mehreren Bauabschnitten am Westwall (6), der heute zu den beliebtesten Wohnquartieren der Stadt gehört. Parallel erfolgte eine von Land und Stadt veranlasste Straßensanierung, die eine Umfahrung des historischen Uenglinger Stadttores ermöglichte. Gleichzeitig wurde ein Übergang für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Westwall und dem Nordwall geschaffen.
Die Sanierung des Südwalls (7) und der Bau des Umflutgrabens am Uenglinger Tor (4) erfolgten zwischen 1997 und 1998. Parallel begann die Planung zur Sanierung der Fußgängerzone Breite Straße (1), die im Jahr 2000 abgeschlossen wurde.

Im Bereich des Hartungswalls entstand von 1999 bis 2000 ein Spielpark in einer ehemaligen Kleingartenanlage (5).
Mit der Sanierung des Nordwalls (8) und des Schützenplatzes wurde im Jahr 2002 begonnen. Die Arbeiten waren im Frühjahr 2004 abgeschlossen.

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